Wenn man an Fuerteventura denkt, kommen einem meist zuerst die Strände in den Sinn. Doch das Inselinnere bietet ganz andere Landschaften, die ebenfalls einen Besuch wert sind. Die Peñitas-Schlucht ist ein gutes Beispiel dafür: ein felsiges Tal, gesäumt von Palmen, mit ruhigen Pfaden und einem natürlichen Steinbogen, der einem Elefantenkopf ähnelt.
Es ist ein einfacher, kurzer Ausflug, perfekt, um eine andere Seite der Insel kennenzulernen. Lust darauf?
Die Peñitas-Schlucht auf Fuerteventura, eine andere Landschaft
Es ist eine der ältesten Landschaften Fuerteventuras. Die Gesteine, aus denen sie besteht, sind Millionen Jahre alt und Teil des Betancuria-Massivs, eines der ältesten geologischen Gebiete der Kanarischen Inseln. Zeit, Wind und Wasser haben eine schmale Schlucht mit unregelmäßigen Wänden, steilen Hängen und Palmenhainen zwischen den Felsspalten geformt.
Anders als in anderen Schluchten der Insel ist das Gelände hier abwechslungsreicher. Es gibt Abschnitte mit glattgeschliffenen Felsen, kleine Anhöhen mit Aussicht und enge Passagen, die Trittsicherheit erfordern. Es ist zudem einer der wenigen Orte auf der Insel, an denen Palmenhaine natürlich erhalten geblieben sind und der Landschaft einen sehr fotogenen Kontrast verleihen.

Eine der Hauptattraktionen ist der Wanderweg zum Bogen Las Peñitas, der zu einer Felsformation führt, die aufgrund ihrer länglichen, geschwungenen Form oft mit einem Elefantenkopf verglichen wird. Der Weg führt leicht bergauf, aber die Aussicht ist die Mühe wert. Es ist keine lange Wanderung, weist jedoch einige steile Abschnitte auf, die man in gemächlichem Tempo angehen sollte.
Anreise nach Las Peñitas de Fuerteventura: Zugang und Route
Die Schlucht Las Peñitas auf Fuerteventura liegt zwischen den Orten Ajuy und La Vega de Río Palmas im zentralwestlichen Teil der Insel. Am einfachsten erreicht man sie mit dem Auto über die Straße FV-621. Parken Sie am besten neben dem Restaurant Casa Naturaleza in La Vega de Río Palmas. Von dort aus beginnt der Wanderweg.
Die Strecke ist etwa 3,5 Kilometer lang und weist einen Höhenunterschied von gut 100 Metern auf. Obwohl es einige steile Anstiege gibt, ist die Wanderung nicht besonders anspruchsvoll. Der Weg ist größtenteils gut markiert und leicht zu begehen. Dennoch empfiehlt es sich, festes Schuhwerk und Sonnenschutz zu tragen und ausreichend Wasser mitzunehmen, insbesondere bei Wanderungen in der Mittagshitze.
Zunächst schlängelt sich der Pfad durch weites, offenes Gelände, verengt sich aber allmählich zwischen Felswänden. Vegetationszonen wechseln sich mit trockeneren Abschnitten ab. Der letzte Anstieg zum Las-Peñitas-Bogen ist etwas steiler und erfordert ein gleichmäßiges Tempo, stellt aber für Wanderer mit durchschnittlicher Kondition keine größeren Schwierigkeiten dar.
Was es in Las Peñitas de Fuerteventura zu sehen gibt
Obwohl der Steinbogen am häufigsten fotografiert wird, bietet die Tour durch Las Peñitas mehrere Orte, die einen Stopp und eine Besichtigung wert sind.
Die Wallfahrtskapelle Virgen de la Peña
Auf halbem Weg, eingebettet zwischen den Felswänden der Schlucht, steht ein kleines weißes Gebäude, umgeben von Palmen. Dies ist die Wallfahrtskapelle Virgen de la Peña, der Schutzpatronin von Fuerteventura. Der Überlieferung nach ereigneten sich hier nach der Eroberung der Insel mehrere Marienerscheinungen, die zum Bau dieses kleinen Gotteshauses zu ihren Ehren führten.
Jedes Jahr am dritten Samstag im September findet eine beliebte Wallfahrt statt, bei der Hunderte von Menschen mit Opfergaben zur Einsiedelei hinaufsteigen. Der Ort ist schlicht, aber er besitzt eine starke symbolische Bedeutung für die Inselbewohner.
Der Peñitas-Staudamm
Etwas weiter entlang der Strecke befindet sich eine weitere Besonderheit: ein alter, in den 1930er-Jahren erbauter und heute stillgelegter Damm. Dämme sind auf Fuerteventura selten, daher sticht dieses Bauwerk in der trockenen Landschaft hervor. Obwohl er seinen ursprünglichen Zweck nicht mehr erfüllt, speichert er während der Regenzeit noch immer etwas Wasser und bildet so ein kleines Ökosystem.

Der Felsbogen Las Peñitas
Vom Staudamm aus beginnt der Pfad anzusteigen. Der Aufstieg zum Felsbogen ist zwar nicht lang, aber anspruchsvoller als der Rest der Strecke. Oben angekommen, eröffnet sich ein Panoramablick über die Schlucht und die Umgebung des Naturparks Betancuria. Dieser Aussichtspunkt ist auf Fuerteventura auch als Las Peñitas bekannt und bietet eine weite und äußerst fotogene Perspektive auf die Gegend.
Und genau dort, eingebettet zwischen den Felsen, erhebt sich der Felsbogen von Las Peñitas. Seine Form ähnelt einem Elefantenkopf, mit einer perfekten Kurve, die sich aus der Landschaft erhebt. Es ist einer dieser Orte, an denen man einfach innehalten, sich hinsetzen und die Stille genießen möchte.
Tipps für einen gelungenen Besuch
Obwohl die Route durch Las Peñitas auf Fuerteventura weder besonders lang noch technisch anspruchsvoll ist, gibt es einige Details zu beachten, um sie in Ruhe genießen zu können.
Als Erstes sollten Sie an Ihr Schuhwerk denken. Wanderschuhe oder zumindest festes Schuhwerk mit gutem Profil sind unerlässlich, da es Abschnitte mit losem Geröll und einige steile Passagen gibt. Es empfiehlt sich außerdem, Wasser, einen kleinen Snack und Sonnenschutz mitzunehmen. Auf einem Großteil des Weges gibt es keinen Schatten, und die Sonne auf Fuerteventura kann selbst im Winter sehr intensiv sein.
Die beste Zeit für diese Wanderung ist frühmorgens oder spätnachmittags, besonders in den wärmeren Monaten. Vermeiden Sie die Mittagshitze, da der Weg dann schwieriger wird.
Abschließend noch ein Hinweis: Obwohl die Route gut ausgeschildert ist, empfiehlt es sich, sie vor dem Start noch einmal zu überprüfen. Mobilfunkempfang besteht zwar größtenteils, aber es ist ratsam, zur Sicherheit immer eine Karte oder eine Wander-App dabei zu haben.
Wo man in der Nähe von Las Peñitas übernachten kann
Eine Reise durch Fuerteventura ist ein besonderes Abenteuer, das Zeit, Ruhe und einen entspannten Ort zum Verweilen erfordert. Falls Sie Anregungen für Ihren Besuch benötigen, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel „Was man in einer Woche auf Fuerteventura unternehmen kann“. Falls Sie ohnehin eine Wanderung durch die Las Peñitas-Schlucht oder eine Erkundung des Inselinneren planen, ist ein Aufenthalt im Süden eine praktische und bequeme Option. Von dort aus sind diese und andere Routen in gut einer Stunde Fahrzeit leicht zu erreichen.
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