Fuerteventura ist bekannt für seine weitläufigen Strände, den hellen Sand, vulkanische Landschaften und ruhige Küstenabschnitte, an denen ihr die Insel noch in entspannter Atmosphäre erleben könnt. Einige Orte wie Las Playitas, Corralejo, Costa Calma oder Jandía gehören zu jeder Inselroute. Andere liegen etwas abgelegener und erfordern mehr Aufmerksamkeit bei der Anreise.
In diesem Artikel stellen wir euch mehrere versteckte Strände auf Fuerteventura vor, die sich durch ihre natürliche Umgebung, ihren diskreten Zugang oder ihre ruhige Atmosphäre auszeichnen. Außerdem zeigen wir einige kleine Buchten und weniger bekannte Küstenabschnitte für alle, die abseits der beliebtesten Strände unterwegs sein möchten.
Bevor ihr euch entscheidet, solltet ihr jedoch Folgendes beachten: Viele dieser Strände liegen an der offenen Atlantikküste mit starkem Wellengang, Wind und unbefestigten Zufahrtswegen. Informiert euch vor dem Baden über die aktuellen Bedingungen, nehmt ausreichend Wasser mit, tragt geeignetes Schuhwerk und geht nur ins Meer, wenn die Situation sicher ist.
Die schönsten versteckten Strände auf Fuerteventura
Versteckte Strände auf Fuerteventura sind häufig schwieriger zu erreichen oder weniger gut ausgeschildert als die bekannten Badeorte. Gerade das macht ihren besonderen Reiz aus, verlangt aber auch etwas Vorsicht. Manche eignen sich hervorragend zum Spazierengehen, Fotografieren oder Entspannen am Meer, während andere aufgrund der Meeresbedingungen nur eingeschränkt zum Baden geeignet sind.
Playa Agua Liques
Die Playa Agua Liques liegt an der Küste von Barlovento im abgelegenen Süden der Insel. Die übliche Anfahrt erfolgt von Costa Calma aus entlang der südlichen Küste. Das letzte Teilstück führt über unbefestigte Wege, weshalb ihr euch vorab über die Zufahrtsbedingungen informieren und genügend Zeit einplanen solltet.
Die Umgebung ist weitläufig, trocken und typisch für die Landschaft Fuerteventuras. Heller Sand, der Atlantik und die markanten Geländeformen vermitteln den Eindruck einer nahezu unberührten Küste.
Die Badebedingungen hängen stark vom Meer ab. Da sich der Strand an der Atlantikküste von Barlovento befindet, können kräftiger Wellengang und Strömungen auftreten. Deshalb eignet sich die Playa Agua Liques eher zum Genießen der Landschaft, für Spaziergänge und zum Entdecken einer der ruhigsten Küstenregionen der Insel.
Playa de la Solapa
Die Playa de la Solapa liegt in der Gemeinde Pájara an der Westküste Fuerteventuras. Erreichbar ist sie über die Straße FV-617 in Richtung La Pared, von der eine Abzweigung in den Bereich von La Solapa und Garcey führt.
Die Landschaft zeichnet sich durch eine reizvolle Kombination aus goldenem Sand, dunklen Gesteinsformationen und einer offenen Küstenlandschaft aus. Da der Strand deutlich weniger besucht ist als viele leichter zugängliche Badeorte, ist er eine gute Wahl für alle, die eine ruhigere und ursprünglichere Küste suchen.
Wie an vielen Stränden der Westküste kann das Meer hier sehr rau sein. Vor dem Baden solltet ihr daher unbedingt Gezeiten und Wellengang prüfen. Gerade diese wilde Natur macht die Playa de la Solapa jedoch zu einem der interessantesten versteckten Strände auf Fuerteventura.

Playa de Jarugo oder Jarubio
In der Nähe des Berges Tindaya liegt die Playa de Jarugo, auch als Jarubio bekannt. Der Strand ist über eine unbefestigte Straße erreichbar. Deshalb empfiehlt es sich, genügend Zeit einzuplanen und den Zustand der Zufahrt vorab zu überprüfen.
Jarugo wird von steilen Klippen eingerahmt, die ihm einen ganz anderen Charakter verleihen als den offenen Stränden der Insel. Diese natürliche Abschirmung schafft eine ruhige Atmosphäre und vermittelt ein Gefühl der Abgeschiedenheit. Genau deshalb gilt Jarugo für viele als einer der schönsten versteckten Strände auf Fuerteventura.
Die Landschaft ist äußerst fotogen, doch beim Baden ist Vorsicht geboten. Der Atlantik zeigt sich hier oft von seiner kraftvollen Seite, und da es keinerlei Infrastruktur gibt, sollte der Besuch gut vorbereitet werden. Nehmt alles Notwendige mit und behandelt die Natur respektvoll – an solchen Orten bleiben Spuren schnell sichtbar.
Playa de Tebeto
Die Playa de Tebeto liegt in der Gemeinde La Oliva, relativ nahe an Jarugo. Beide Strände lassen sich gut miteinander verbinden, wenn ihr eure Route entsprechend plant und die Zufahrtswege in gutem Zustand sind.
Tebeto verdankt seinen Namen der nahe gelegenen Schlucht und wirkt bis heute sehr ursprünglich. Die etwas schwierigere Erreichbarkeit sorgt dafür, dass sich hier deutlich weniger Besucher aufhalten. Die Landschaft vereint Klippen, Sand und eine offene Atlantikküste.
Der Wellengang ist häufig kräftig, weshalb sich der Strand nicht zum Baden eignet, ohne die aktuellen Bedingungen sorgfältig zu prüfen. Besonders reizvoll ist Tebeto als landschaftlicher Aussichtspunkt – ideal für Spaziergänge, Fotografie und alle, die einen ruhigeren Teil des Nordens von Fuerteventura entdecken möchten.
Playa del Junquillo
Die Playa del Junquillo liegt in einem abgelegenen Gebiet der Gemeinde Betancuria, direkt neben der gleichnamigen Schlucht. Die Zufahrt erfolgt über eine unbefestigte Straße, daher empfiehlt es sich, den Zustand der Strecke vor der Abfahrt zu kontrollieren.
Der vulkanische Strand und seine kaum erschlossene Umgebung machen ihn zu einem interessanten Ziel unter den versteckten Stränden auf Fuerteventura. Er besitzt einen ausgeprägt ursprünglichen Charakter, wird deutlich seltener besucht als die bekannten Badeorte und bietet eine Landschaft aus Schluchten, Küste und dunklen Gesteinsformationen.
Nicht weit entfernt befinden sich außerdem die Caletones Mansos und die Peña de Agua Salada, zwei weitere Naturorte, die sich gut in eine Route durch diesen Teil der Insel einbinden lassen. Wie immer in abgelegenen Regionen solltet ihr ausreichend Wasser, Sonnenschutz und festes Schuhwerk mitnehmen.
Versteckte Buchten auf Fuerteventura
Neben den weitläufigen Stränden bietet Fuerteventura auch zahlreiche kleine Buchten und geschützte Küstenabschnitte, die eine ganz andere Art ermöglichen, die Insel zu entdecken. Wenn ihr nach versteckten Buchten auf Fuerteventura sucht, findet ihr ruhige Orte mit unauffälligem Zugang, umgeben von Felsen, Steilküsten oder vulkanischen Landschaften.
Ensenada de Jacomar
Die Ensenada de Jacomar liegt innerhalb des Naturdenkmals Cuchillos de Vigán, einer Region, die für ihre markanten Felsformationen bekannt ist. Die Bucht wirkt ursprünglich und wild – mit Felsen, dunklem Sand und einer Landschaft, die sich deutlich von den großen, touristisch erschlossenen Stränden der Insel unterscheidet.
Jacomar besitzt einen kleinen Abschnitt mit schwarzem Sand, Kieseln und oft bewegtem Wasser. Deshalb eignet sich die Bucht eher zum Küstenangeln als zum Baden. Wenn ihr sie besucht, genießt die ruhige Umgebung und verzichtet darauf, ins Wasser zu gehen, sobald das Meer unruhig ist.
Die Ensenada de Jacomar ist ein lohnender Zwischenstopp, wenn ihr einen weniger bekannten Abschnitt der Küste Fuerteventuras entdecken und eure Route um einen Ort mit ganz eigenem Charakter ergänzen möchtet.
Cala de Ojos
Die Cala de Ojos befindet sich in der Gemeinde Pájara, in der Nähe des Leuchtturms von Punta Jandía und des Puertito de la Cruz. Es handelt sich um eine kleine Bucht mit goldenem Sand in einer weitläufigen, offenen Küstenlandschaft.
Durch ihre geringe Größe ist sie besonders für alle interessant, die einen ruhigeren Zwischenstopp suchen. Allerdings kann der Wellengang kräftig sein. Vorsicht ist daher unerlässlich – vor allem, wenn ihr mit Kindern unterwegs seid oder die Gegend noch nicht kennt.
Dank ihrer Lage lässt sich die Cala de Ojos hervorragend in eine Route über die Halbinsel Jandía integrieren – gemeinsam mit dem Leuchtturm, dem Puertito de la Cruz und weiteren Sehenswürdigkeiten im Süden der Insel. Hier lohnt es sich, genügend Zeit einzuplanen und den Besuch an Wind und Gezeiten anzupassen.

Cala de las Escaleras
In der Nähe von El Cotillo liegt die Cala de las Escaleras, eine der bekanntesten Buchten für alle, die im Norden Fuerteventuras weniger besuchte Küstenabschnitte suchen. Ihren Namen verdankt sie der Treppe, die vom Klippenrand hinunter zum Strand führt.
Die Bucht wird von steilen Felswänden eingerahmt und besitzt einen hellen Sandstrand, dessen Erscheinungsbild sich je nach Licht und Gezeiten verändert. Der Abstieg erfordert etwas Vorsicht, insbesondere wenn ihr viel Gepäck dabeihabt oder der Untergrund feucht ist.
Die Cala de las Escaleras ist ein lohnender Ort, um die Landschaft zu genießen. Aufgrund des Zugangs eignet sie sich jedoch nicht für jeden Besucher. Gerade der etwas anspruchsvollere Abstieg gehört zum Erlebnis – deshalb solltet ihr festes Schuhwerk tragen und genügend Zeit einplanen.
Versteckte Höhlen auf Fuerteventura und eindrucksvolle Küstenlandschaften
Auch versteckte Höhlen auf Fuerteventura können Teil einer Küstenroute sein, obwohl nicht alle leicht zugänglich oder ausgeschildert sind. Oft handelt es sich um Felsformationen direkt am Meer, felsige Küstenabschnitte oder Höhlen, deren Zugänglichkeit stark von den Gezeiten und den Wetterbedingungen abhängt.
Das bekannteste Beispiel sind die Höhlen von Ajuy. Sie sind zwar längst kein Geheimtipp mehr, gehören aber zu den bedeutendsten Naturattraktionen der Insel. Ein Besuch vermittelt einen guten Eindruck vom vulkanischen Ursprung Fuerteventuras und von der Kraft des Atlantiks, der diese spektakulären Steilküsten geformt hat. Die Höhlen sind eine interessante Ergänzung für alle, die ihre Route entlang der Strände und Küstenlandschaften um einen geologischen Höhepunkt erweitern möchten.
Wenn ihr weniger bekannte Höhlen erkunden möchtet, ist besondere Vorsicht geboten. In einigen Bereichen besteht die Gefahr von Steinschlag, schwierigem Gelände oder unzugänglichen Abschnitten bei Flut. Informiert euch deshalb immer über die aktuellen Bedingungen, beachtet die Beschilderung und betretet niemals Höhlen, wenn das Meer unruhig ist.
Tipps für den Besuch weniger bekannter Strände und Buchten
Die ruhigeren Küstenabschnitte Fuerteventuras haben einen besonderen Reiz, verfügen jedoch häufig über weniger Infrastruktur. Deshalb solltet ihr euren Ausflug sorgfältiger vorbereiten als einen Besuch an einem städtischen Strand.
Nehmt ausreichend Wasser, Verpflegung, Sonnenschutz, eine Kopfbedeckung, festes Schuhwerk für die Zugangswege sowie einen Beutel für euren Müll mit. Außerdem empfiehlt es sich, die Mobilfunkabdeckung zu prüfen, den Wetterbericht zu kontrollieren und sich zu vergewissern, ob die Zufahrt ein geeignetes Fahrzeug erfordert.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Baden. Viele versteckte Strände auf Fuerteventura liegen an offenen Küsten ohne Badeaufsicht und mit teils starken Strömungen. Wenn ihr euch unsicher seid, bleibt lieber am Ufer, genießt die Landschaft und hebt euch das Baden für besser geschützte Strände auf.
Unterkunft, um Fuerteventura zu entdecken
Nachdem ihr einige der versteckten Strände auf Fuerteventura besucht habt, bietet sich eine Unterkunft in Morro Jable oder Jandía an. So wohnt ihr in einer Gegend mit Strand, Promenade, guter Infrastruktur und angenehmer Atmosphäre – ideal, um nach euren Ausflügen zu entspannen.
In Morro Jable erwartet euch das IFA Altamarena by Lopesan Hotels, ein Vier-Sterne-Hotel direkt an der Playa de Jandía. Es bietet unmittelbaren Strandzugang, gepflegte Gartenanlagen sowie zahlreiche Angebote für Familien. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Unterhaltungsprogramm, ein Solarium, Spielzimmer und Sportmöglichkeiten wie Tennis, Tischtennis, Volleyball, Pétanque und Aqua Gym.
Eine weitere Unterkunft in derselben Gegend sind die IFA Villas Altamarena. Die Villen liegen direkt am Strand und verfügen über einen direkten Zugang zur Strandpromenade. Sie eignen sich besonders für Familien, Paare oder Freundesgruppen, die während ihres Aufenthalts mehr Unabhängigkeit wünschen. Mit Blick auf die Playa de Jandía und verschiedenen Sport- und Freizeitangeboten bieten sie einen komfortablen Ausgangspunkt, um den Süden Fuerteventuras zu entdecken.
